Nächste Veranstaltungen:

Jüdische Filmtage München im Gasteig

12.-16. März 2017

Internationale und israelische Spiel- und Dokumentarfilme

Näheres zum Programm Anfang Januar

mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek

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„Venice Ghetto + 500“

Ausstellung im Foyer des Gasteigs
4. bis 20. Dezember 2016
Vernissage: 3.12.2016, 18 Uhr

Begleitprogramm 11.12. und 18.12.
siehe http://www.proarte-muenchen.biz/aktuelles/

Veranstalter: Pro Arte e.V. mit freundlicher Unterstützung von:
Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V.
Porsche Zentrum München und Münchner Stadtbibliothek

Rückblick

Die 30. Jüdischen Kulturtage München – unterhaltsam und nachhaltig – Bezirksmedaille in Gold für die Initiatorin Ilse Ruth Snopkowski

Mit einem Vortrag der Historikerin Dr. Elisabeth Fuchshuber-Weiß zur Geschichte des Davidsterns fanden die 30. Jüdischen Kulturtage München im Jüdischen Museum einen symbolhaften Abschluss. Alle Vorstellungen des zehntägigen Festivals waren bestens besucht und kamen ganz wunderbar beim Publikum an. Als musikalisches Highlight offerierte sich gleich zu Beginn das Londoner Klezmer Quartet, dessen Frauenpower und Virtuosität beim ersten Auftritt vor Münchner Publikum vollauf begeisterte. Im Carl-Orff-Saal bot das hochdekorierte und weitgereiste Berliner David Orlowsky Trio „Klezmer Klassik“ auf dem Niveau eines Giora Feidman.

Ein stark emotionaler und wichtiger Beitrag zur Erinnerung an den Holocaust stellte die bis auf den letzten Platz besuchte Buchvorstellung der auf Deutsch erschienenen Zeitzeugengeschichte „Versteckt unter der Erde“ (Metropol Verlag) dar, die Überlebensgeschichte der Familie Kasten in den Wäldern der Ukraine. Die Autorin Dina Dor-Kasten war aus Israel angereist und stellte sich dem Gespräch.

Die München-Premiere des ganz neuen Dokumentarfilms „Wir sind Juden aus Breslau“ bot im überfüllten Theatiner Filmtheater einen Einblick in das Schicksal von vierzehn überlebenden Breslauer Juden, darunter auch die beiden Schwestern Renate Lasker-Harpprecht und Anita Lasker-Wallfisch, die vor wenigen Tagen in Berlin mit dem Toleranzpreis ausgezeichnet worden sind. Der Film verharrte dabei nicht in der Vergangenheit sondern schlug den Bogen auch ins heutige Breslau, in dem Aufmärsche von rechtsextremen Gruppierungen Anlass zu große Sorge bereiten.

Ilse Ruth Snopkowski, die als Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. die Jüdischen Kulturtage München von Anfang an konzipiert und organisiert hat, wurde zum Ausklang des Festivals für ihre „ehrenamtlichen Verdienste auf dem Gebiet der Kultur“ mit der Verdienstmedaille in Gold des Bezirks Oberbayern ausgezeichnet.

Eröffnung der 30. Jüdischen Kulturtage München

Die 30. Jüdischen Kulturtage wurden Sonntagabend im Münchner Gasteig eröffnet. Das London Klezmer Quartet, bestehend aus 4 Power-Frauen, erntete Begeisterungsstürme des Publikums. Darunter befanden sich Staatsminister Dr. Spaenle und viel Politprominenz sowie eine Reihe von renommierten Künstlern, wie die bekannte Schauspielerin Sunnyi Melles.

Neben einem weiteren hochkarätigen Klezmerprogramm, darunter das mit dem Echo-Klassik-Preis ausgezeichnete David Orlowsky Trio, das am Samstag, 19.11. im Gasteig erwartet wird, bieten die Jüdischen Kulturtage in dieser Woche die Buchvorstellung „Versteckt unter der Erde“ und eine spannende Podiumsdiskussion „Frauen in den abrahamitischen Religionen heute“, unter den Diskutantinnen die bekannte Buchautorin Lena Gorelik.

Karten für das Konzert des israelischen Yamma Ensembles am Dienstagabend empfehlen wir, umgehend bei München Ticket zu reservieren.

30. Jüdische Kulturtage München

In diesem Jahr begehen die alljährlich stattfindenden und von der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V. organisierten Jüdischen Kulturtage München, die sich zu einem festen Bestandteil des Münchner Kulturlebens entwickelt haben, ihr 30jähriges Bestehen. Auch in diesem Jubiläumsjahr wird ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Filmen, Diskussionen und Literatur geboten, das den enormen Facettenreichtum jüdischer Kultur widerspiegelt und diesmal einen besonderen Schwerpunkt auf die weiblichen Lebenswelten setzt.

Programmübersicht

So., 13.11., 19.00 Uhr, Gasteig
London Klezmer Quartet
Eröffnungskonzert

Mo., 14.11., 19.30 Uhr, Seidl-Villa
Musik des stillen Widerstands
Lieder und Klaviermusik von Viktor Ullmann, Pavel Haas und Erwin Schulhoff

Di., 15.11., 20.00 Uhr, Gasteig
Yamma Ensemble, Israel
Music of Jewish Diaspora mit Frontsängerin Talya Solan

Mi., 16.11., 19.00 Uhr, Gasteig
Buchvorstellung „Versteckt unter der Erde“
Eine jüdische Familie überlebt die Shoah in den Wäldern
der Ukraine

Do., 17.11., 19.00 Uhr, Gasteig
„Zwischen Tradition und Emanzipation.
Frauen in den abrahamitischen Religionen heute“
Podiumsdiskussion

Sa. 19.11., 20:00 Uhr, Gasteig
David Orlowsky Trio – Klezmer Kings

So., 20.11., 11:30 Uhr, Gasteig
„Recognition“ (Hakara), Israel Dokumentarfilm 2015
München-Premiere mit Autorin Sharon Ryba-Kahn

So., 20.11., 19.00 Uhr, Gasteig
Scheiny`s All Star Yiddish Revue, Wien
Jewish-American Swing mit Deborah Gzesh

Mo., 21.11., 18.00 Uhr, Theatiner Filmtheater
„Wir sind Juden aus Breslau“
Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
München-Premiere

Di., 22.11., 19.00 Uhr, Jüdisches Museum
„Vom Ornament zum Staatssymbol
– die Geschichte des Davidsterns“
Vortrag von Dr. Elisabeth Fuchshuber-Weiß

Festliche Simon-Snopkowski-Preisverleihung 2016

ein Rückblick

400 Gäste aus Politik und Kultur kamen am 28. September 2016 auf Einladung der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition in den Kaisersaal der Münchner Residenz, um der festlichen Simon-Snopkowski-Preisverleihung 2016 teilzuhaben. In Vertretung des Schirmherrn Ministerpräsidenten Horst Seehofer übermittelte Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle die Grüße der Bayerischen Staatsregierung. Ausgezeichnet wurden unter vielen Bewerbern drei Schulen aus Bayern für besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung jüdischer Geschichte in Bayern und des Holocaust.

Den ersten Preis erhielt die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule Neustadt an der Aisch für ihren dokumentarischen Film „Stolpersteine“. Das Schicksal ehemaliger jüdischer Schüler, die 1934 von der Schule verwiesen wurden, veranlasste die Schüler, der Geschichte ihrer Stadt im Nationalsozialismus nachzugehen und diese in einem Dokumentarfilm festzuhalten.
Den zweiten Preis teilten sich das Dossenberger-Gymnasium Günzburg für sein Projekt „Lernzirkel Judentum“ und die Willi-Ulfig-Mittelschule Regensburg für ihr Unterrichtsprojekt „Was Juden heilig ist – Lernen an religiösen Artefakten“.

Den Ehrenpreis erhielt in diesem Jahr der Bayerische Rundfunk für seine „herausragenden Verdienste auf dem Gebiet der Förderung des Verständnisses für das Judentum im Allgemeinen, der Vermittlung politischen Zeitgeschehens und für seinen nachhaltigen Beitrag zur Erinnerungskultur“. Eine bewegende Laudatio hielt der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Dr. Josef Schuster. Stellvertretend für viele Redaktionen nahm der Intendant Ulrich Wilhelm aus den Händen der Vorsitzenden der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition Ilse Ruth Snopkowski den Preis entgegen.

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