{"id":75,"date":"2008-11-25T18:18:12","date_gmt":"2008-11-25T17:18:12","guid":{"rendered":"https:\/\/jkm.webkonzeption.info\/?p=75"},"modified":"2014-02-05T12:03:31","modified_gmt":"2014-02-05T11:03:31","slug":"simon-snopkowski-preis-2008","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/?p=75","title":{"rendered":"Simon-Snopkowski-Preis 2008"},"content":{"rendered":"<p><strong>findet gro\u00dfe Resonanz<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnter der Schirmherrschaft und in Anwesenheit von Ministerpr\u00e4sident Horst Seehofer verlieh die Gesellschaft zur F\u00f6rderung j\u00fcdischer Kultur und Tradition e.V. am 16. November im Cuvilli\u00e9s Theater der M\u00fcnchner Residenz den Simon-Snopkowski-Preis 2008 f\u00fcr besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung j\u00fcdischer Geschichte und des Holocausts in Bayern.<\/p>\n<p>Die Vorsitzende der Gesellschaft zur F\u00f6rderung j\u00fcdischer Kultur und Tradition. Ilse Ruth Snopkowski freute sich \u00fcber die Anwesenheit zahlreicher Ehreng\u00e4ste im vollbesetzten, glanzvoll renovierten Rokokotheater. Neben dem Schirmherrn und den Laudatoren, dem Bayerischen Staatsminister f\u00fcr Unterricht und Kultus, Dr. Ludwig Spaenle, und dem Oberb\u00fcrgermeister der Landeshauptstadt M\u00fcnchen, Christian Ude, waren wichtige Positionstr\u00e4ger wie der Pr\u00e4sident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, Dr. Josef Schuster, Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich sowie die Rabbiner Steve Langnas und Israel Diskin gekommen.<\/p>\n<p>Der Altoberb\u00fcrgermeister von M\u00fcnchen, Bundesminister a. D. Dr. Hans Jochen Vogel, die polnische Generalkonsulin in Bayern und Baden W\u00fcrttemberg Elzbi\u00e9ta Sobotka waren ebenso vertreten wie Georg Rosenthal, der Oberb\u00fcrgermeister von W\u00fcrzburg, der es sich nicht nehmen lassen wollte, dabei zu sein, wenn eine seiner W\u00fcrzburger Schulen ausgezeichnet wird.<\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr wurde der Preis an den Bayerischen Schulen ausgeschrieben. Nach gewissenhafter Pr\u00fcfung der zahlreichen Bewerbungen kam die Jury einstimmig zu dem Schluss, folgende zwei Schulen auszuzeichnen:<\/p>\n<p>Zum einen erhielt die Gustav-Walle-Schule in W\u00fcrzburg f\u00fcr das Deutsch-polnisch-lettische Schulprojekt \u201eW\u00fcrzburger Juden werden im November 1941 \u00fcber Lissa nach Riga deportiert\u201c den Preis. Die in anschaulichen, exemplarischen Dokumentationen von einzelnen Schicksalen engagierte Erforschung zur gemeinsamen Vergangenheit hat durch die Kooperation mit Schulklassen aus Polen und Lettland internationale Bedeutung und kann somit als gelungene Umsetzung des Europagedankens betrachtet werden (n\u00e4here Informationen unter: ren auch Vertreter der Kooperationsschulen aus Polen und Lettland anwesend.<\/p>\n<p>Zum anderen wurde die Sophie-Scholl-Schule im Privaten F\u00f6rderzentrum f\u00fcr atemwegskranke Kinder an der Klinik Santa Maria, Oberjoch\/Bad Hindelang f\u00fcr ihr Schulprojekt \u201eKrieg und Frieden \u2013 Nazideutschland\u201c ausgezeichnet. Hier ist ein sehr hoher p\u00e4dagogischer Einsatz erkennbar. Kinder, die durch ihre Krankheit aus dem allt\u00e4glichen sozialen Gef\u00fcge herausgerissen sind, werden in ein gemeinsames Ziel eingebunden und gefordert. Das Projekt stellt eine kindgerechte Aufarbeitung der Nazizeit dar.<\/p>\n<p>Die Laudatio auf die beiden Schulen hielt der Bayerische Staatsminister f\u00fcr Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem hat sich die Jury einvernehmlich entschieden, in diesem Jahr an Ilse Macek und ihre 21k\u00f6pfige, meist aus Laien bestehende Autorengruppe f\u00fcr die Dokumentation \u201eausgegrenzt \u2013 entrechtet \u2013 deportiert. Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945\u201c einen Simon-Snopkowski-Preis f\u00fcr eine herausragende Leistung zu vergeben.<br \/>\nLaudator war der Oberb\u00fcrgermeister der Landeshauptstadt M\u00fcnchen Christian Ude.<\/p>\n<p>Am Anschluss an die Preisverleihung fand ein Festkonzert des Orchesters Jakobsplatz unter der Leitung von Daniel Grossmann statt. Zur Urauff\u00fchrung kam eine Vertonung des bekannten Komponisten Max Becksch\u00e4fer von Gedichten des in M\u00fcnchen geborenen und in der Nazi-Zeit nach Pal\u00e4stina emigrierten Schriftstellers Schalom Ben-Chorin. Der Bariton Christian Rieger, Solist der Bayerischen Staatsoper, erhielt gro\u00dfen Beifall f\u00fcr seinen Vortrag der traurig-lyrischen Lieder. Im zweiten Teil pr\u00e4sentierte das Orchester mit seinem Chor das Werk Kabbalat Schabbat des ebenfalls in M\u00fcnchen geborenen und nach Pal\u00e4stina emigrierten Komponisten Paul Ben Haim. Hier begeisterten Solisten, der lyrische Tenor Alexander Yagudin sowie ein S\u00e4ngerknabe des Kammerchors des T\u00f6lzer Knabenchors. Das Konzertprogramm war eigens anl\u00e4sslich des 850. Gr\u00fcndungsjahres der Stadt M\u00fcnchen ausgew\u00e4hlt worden.<\/p>\n<p>Insgesamt markierte die Veranstaltung einen weiteren H\u00f6hepunkt in der mehr als 25-j\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit der Gesellschaft zur F\u00f6rderung j\u00fcdischer Kultur und Tradition. Die mit dem Preis ausgezeichneten Schulprojekte zeigten, wie gut \u00fcberdachte p\u00e4dagogische Bem\u00fchungen bei Sch\u00fclern aller Altersklassen, aus verschiedenen sozialen Schichten, zu erstaunlichen Ergebnissen in ihrer Meinungsbildung f\u00fchren k\u00f6nnen. Durch die Besch\u00e4ftigung mit der Geschichte werden Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen unwillk\u00fcrlich gefordert, eine eigene Stellung gegen\u00fcber Rechtsextremismus und Antisemitismus zu beziehen. Der Simon-Snopkowski-Preis wird auch in Zukunft den Lehrern wie ihren Sch\u00fclern ein Ansporn f\u00fcr weitere Bem\u00fchungen mit dieser Zielsetzung sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>findet gro\u00dfe Resonanz<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":78,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-75","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2008-simon-snopkowski-preis"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=75"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":731,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/75\/revisions\/731"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/78"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=75"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=75"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=75"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}