{"id":23,"date":"2013-11-22T13:08:03","date_gmt":"2013-11-22T12:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/jkm.webkonzeption.info\/?p=23"},"modified":"2013-11-22T15:41:28","modified_gmt":"2013-11-22T14:41:28","slug":"joseph-roth-im-exil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/?p=23","title":{"rendered":"Joseph Roth im Exil"},"content":{"rendered":"<p><strong>1933 bis 1939<\/strong><\/p>\n<p>Am 27. Mai 2009 j\u00e4hrte sich der Todestag des \u00f6sterreichischen Schriftstellers Joseph Roth (1894-1939) zum 70. Mal.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nRoth, geboren im galizischen Brody nahe Lemberg, wuchs unter der \u00e4ngstlichen F\u00fcrsorge seiner Mutter im gro\u00dfv\u00e4terlichen Haus auf. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Lemberg und Wien arbeitete er zun\u00e4chst als Journalist in Wien, dann in Berlin, Frankfurt und Paris. Als Korrespondent der Frankfurter Zeitung reiste er durch viele L\u00e4nder Europas. Die letzten sechs Jahre seines kurzen Lebens verbrachte er im Exil in Paris. Geflohen vor den Nationalsozialisten, abgeschnitten vom Gro\u00dfteil seines Buchmarkts, auf dem er 1932 mit dem Roman \u201eRadetzkymarsch\u201c, in dem er den Niedergang der \u00f6sterreichischen Monarchie beschreibt, einen Hit gelandet hatte, schrieb er rastlos weiter \u2013 sowohl literarische Werke wie Texte zum Zeitgeschehen. Obwohl er selbst immer verzweifelter und hoffnungsloser wurde, machte er vielen Schicksalsgenossen Mut, die schwierigen Lebens- und Erwerbsbedingungen im Ausland zu meistern.<\/p>\n<p>Wie Roth das getan hat und wie sich seine Zeitgenossen und Freunde daran erinnerten, zeigt diese Ausstellung und ist im Begleitbuch zu lesen. Das Erleben dieser vom Nationalsozialismus \u00fcberschatteten Jahre wird in Dokumenten von Joseph Roth, von Forschern und Freunden, in Interviews und Fotografien sichtbar. Manche Exponate wurden erst j\u00fcngst wieder (auf)gefunden, viele stammen aus dem Forschungsmaterial der beiden ersten Roth-Wissenschaftler David Bronsen (1926-1990)  \u2013 der amerikanische Literaturwissenschaftler schrieb die erste gro\u00dfe Roth-Biografie \u2013 und Senta Zeidler \u2013 sie setzte sich als Erste in \u00d6sterreich in einem wissenschaftlichen Rahmen mit Roth auseinander. Beide erkundeten noch in den 1950er und 1960er Jahren \u2013 als noch zahlreiche Zeitzeugen Joseph Roths lebten \u2013 Angaben zu Biografie und Werk des Autors. Dieses bislang wenig publizierte Material wird im Rahmen dieser Schau in M\u00fcnchen erstmals gezeigt und ausf\u00fchrlich kommentiert.<\/p>\n<p><strong>Kuratoren der Ausstellung<\/strong><br \/>\nHeinz Lunzer (Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur),<br \/>\nVictoria Lunzer-Talos<\/p>\n<p><strong>Begleitbuch<\/strong><br \/>\nHeinz Lunzer, Joseph Roth im Exil in Paris 1933 bis 1939, Wien 2008,<br \/>\n224 S. mit zahlr. Abb., \u20ac 20,00<br \/>\nISBN 978-3-900-467-68-5<\/p>\n<p>Der Band enthalt eine Chronik betreffend Joseph Roth 1933-1939, eingebettet in die wichtigsten zeitgeschichtlichen Daten und ein Verzeichnis samt Biographien der wichtigsten Personen um Joseph Roth, ankn\u00fcpfend an ein Adressbuch des Autors.<\/p>\n<p><strong>Herausgeber der Ausstellung<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/?page_id=11\" title=\"Wir \u00fcber uns\">Gesellschaft zur F\u00f6rderung j\u00fcdischer Kultur und Tradition e.V.<\/a><br \/>\nin Zusammenarbeit mit der Dokumentationsstelle f\u00fcr neuere \u00f6sterreichische Literatur,<br \/>\nder Internationalen Joseph Roth Gesellschaft in Wien,<br \/>\nder M\u00fcnchner Stadtbibliothek und<br \/>\nder Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek.<br \/>\nMit Unterst\u00fctzung des Kulturreferats der Landeshauptstadt M\u00fcnchen<br \/>\nund der Bayerischen Landeszentrale f\u00fcr politische Bildungsarbeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1933 bis 1939 Am 27. 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