{"id":120,"date":"2012-12-03T14:21:48","date_gmt":"2012-12-03T13:21:48","guid":{"rendered":"https:\/\/jkm.webkonzeption.info\/?p=120"},"modified":"2014-02-12T10:44:10","modified_gmt":"2014-02-12T09:44:10","slug":"rueckblick-auf-die-26-juedische-kulturtage-muenchen-17-27-11-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juedischekulturmuenchen.de\/?p=120","title":{"rendered":"R\u00fcckblick auf die 26. J\u00fcdische Kulturtage M\u00fcnchen 17.-27.11.2012"},"content":{"rendered":"<p>Gleich das Er\u00f6ffnungskonzert in Erinnerung an Raoul Wallenberg, ausgef\u00fchrt vom Orchester Jakobsplatz M\u00fcnchen, bot eine \u00dcberraschung insofern als die deutsche Erstauff\u00fchrung der Komposition \u201eTransformation of Memory\u201c, einen \u00e4u\u00dferst gelungenen Weg aufzeigte, wie man Musik in Verbindung mit Videoprojektionen und live Aussagen zu einem eindrucksvollen Medium der Erinnerungskultur gestalten kann. Der Komponist Hendrik Strindberg, der eigens aus Schweden eingereist war, freute sich \u00fcber die Begeisterung des applaudierenden Publikums. Auch der Thementag mit dem Spielfilm von Istvan Szabo \u201eEin Hauch von Sonnenschein\u201c und dem Dokumentarfilm von Klaus Dexel \u201eDer Fall Raoul Wallenberg\u201c mit anschlie\u00dfender Podiumsdiskussion zogen ein interessiertes und dankbares Publikum an.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nEinen bewegenden Eindruck hinterlie\u00df der Liederabend \u201eBluer than Blue\u201c, eine Koproduktion des Berliner Klarinettisten Christian Dawid und der polnischen S\u00e4ngerin Urszula Makosz, die zu Recht zu Hause in Krakau die j\u00fcdische Stimme Polens genannt wird. Aus der Schweiz war die dortige Nummer Eins der Klezmerbands, das Baitjaffe Sch\u00f6nhaus Klezmer Orchestra, gekommen, das in der vollbesetzten Black Box das Publikum mit seinen virtuosen Kl\u00e4ngen zu st\u00fcrmischer Begeisterung hinriss. Das David Krakauer Madness Orchestra aus den USA gab sein einziges Konzert in Deutschland im Rahmen einer Europatournee im Carl-Orff-Saal des Gasteigs. David Krakauer, einer der profiliertesten Klezmer Klarinettisten der Gegenwart, machte seinem Ruf Ehre und unterstrich einmal mehr sein K\u00f6nnen. Mit seinen Musikern und dem Sampler Keepalive vermittelte er ein Crossover Konzert vom Feinsten.<\/p>\n<p>Jiddisch Freunde freuten sich \u00fcber den hochinteressanten Vortrag zum Jiddischen Kino von Catherine Michel und \u00fcber die One-Woman-Show \u201eHello Malkele\u201c, das Molly-Picon-Musical der Wiener S\u00e4ngerin und Burgschauspielerin Caroline Koczan.<\/p>\n<p>In der vollbesetzten Rotunde des M\u00fcnchner Stadtarchivs begeisterte sich das Publikum f\u00fcr die Neuerscheinung des Buches von Ittai Tamari. Der im Oldenbourg neu erschienene Band bietet anhand von zahlreichen wundersch\u00f6nen Illustrationen aus Hebraica-Sch\u00e4tzen der Bayerischen Staatsbibliothek eine Einf\u00fchrung in j\u00fcdische Tradition und Kultur. Zu diesem Thema hielt der bekannte Rabbiner Dr. Henry Brandt einen Vortrag.<\/p>\n<p>Mit einer virtuellen Pr\u00e4sentation des in Warschau im Aufbau befindlichen Museums der Geschichte der polnischen Juden fand diese \u00fcberaus vielf\u00e4ltige Veranstaltungsreihe ihren Abschluss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich das Er\u00f6ffnungskonzert in Erinnerung an Raoul Wallenberg, ausgef\u00fchrt vom Orchester Jakobsplatz M\u00fcnchen, bot eine \u00dcberraschung insofern als die deutsche Erstauff\u00fchrung der Komposition \u201eTransformation of Memory\u201c, einen \u00e4u\u00dferst gelungenen Weg aufzeigte, wie man Musik in Verbindung mit Videoprojektionen und live Aussagen zu einem eindrucksvollen Medium der Erinnerungskultur gestalten kann. 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