Der Simon-Snopkowski-Preis 2006 – 2012

Rückblick und Fazit

Die Arbeiten, die von den Schulen eingereicht werden, sind oft Zeugnisse jüdischer Geschichte, die ohne die Schülerinnen und Schüler unwiederbringlich verloren gehen würden. Sie dokumentieren häufig die jüdische Geschichte des Heimatorts oder erforschen Schicksale ehemaliger jüdischer Mitschüler bzw. Mitbürger. Allen Projekten gemein ist die im Laufe der Arbeit wachsende Empathie der Schüler mit jüdischen Schicksalen der Vergangenheit. Und eben dies ist der Punkt, an dem sich die Zielsetzung des Simon-Snopkowski-Preises erfüllt: Im persönlichen Erforschen der jüdischen Geschichte wird sie den Schülern nachvollziehbar und das Judentum begreifbarer. Nicht zuletzt die Vielfalt der Preisträgerschulen – vom privaten Förderzentrum, über die Grund-, Haupt- und Realschule bis hin zum Gymnasium – zeigt, wie breit gefächert das Interesse junger Menschen am Judentum und der Geschichte der Juden tatsächlich ist.

Beeindruckend aber auch das Engagement von Erwachsenen-Forscherteams, wie das Münchner Team um Projektleiterin Ilse Macek. Gegenstand deren ca. 700 Seiten umfassenden Dokumentation „ausgegrenzt – entrechtet – deportiert – Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 bis 1945“ war die Erforschung des Münchner Stadtteil Schwabings in der NS-Zeit. Die Gruppe erhielt dafür den Simon-Snopkowski-Sonderpreis.

Rückblickend auf die vergangenen vier Preisverleihungen freut sich die Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V. ganz außerordentlich über die vielen qualitätvollen und tiefgreifenden Arbeiten, die aus ganz Bayern eingereicht wurden. Im Sinne zukünftiger Preisverleihungen hofft unsere Gesellschaft, dass sich dieser Trend fortsetzt.

Simon-Snopkowski-Preis 2014
Simon-Snopkowski-Preis 2012
Simon-Snopkowski-Preis 2010
Simon-Snopkowski-Preis 2008
Simon-Snopkowski-Preis 2006

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