150 Jahre Kurt Eisner – Vortrag: Christian Ude

Di., 21.11., 19:00 Gasteig, Black Box

Kurt Eisner, Sozialdemokrat aus Berlin, hat 1918 die bayerische Novemberrevolution angeführt, die Monarchie für abgesetzt erklärt und den „Freistaat Bayern“ ausgerufen. Der als Pazifist, Idealist und unbequeme Querulant charakterisierte Kurt Eisner leitete nach der Revolution als erster Ministerpräsident der Bayerischen Republik die neue Regierung und legte ein reformorientiertes Programm vor: Die Einführung des ersten Frauenwahlrechts in Deutschland, des Achtstunden-Arbeitstags und einer Arbeitslosenversicherung gehen auf ihn zurück. Im Februar 1919 wurde er auf dem Weg in den Landtag in der Prannerstraße von Antong Graf von Arco auf Valley, einem Studenten aus dem Umfeld der völkisch-antisemitischen Thule-Gesellschaft, ermordet.

Anlässlich des 150. Geburtstags des ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern wird Alt-Oberbürgermeister Christian Ude in einem Vortrag an den jüdischen Politiker, Journalisten und Revolutionär Kurt Eisner erinnern. Mit Magnus Brechtken, dem stellvertretenden Direktor des Instituts für Zeitgeschichtem, geht er anschließend der Frage nach, welchen Stellenwert die jüdische Identität von Politikern, vor allem in der Außenwahrnehmung einnimmt.

In Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München

Institut für Zeitgeschichte

Ausstellungshinweis

Gerne möchen wir Sie auch auf die im Stadtmuseum München bis 14. Januar 2018 laufende Ausstellung „Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867-1919)“ aufmerksam machen.

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